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Reif für die nächste industrielle Revolution - wie können sich Unternehmen in der digitalen Ökonomie behaupten?

Von Dr. David Vasak

Die vierte industrielle Revolution steht vor der Tür: Durch die Verschmelzung der virtuellen mit der realen Welt wird die Art der Wertschöpfung grundlegend verändert.

Digital vernetzte Lieferketten vom Kunden bis zum letzten Teilelieferanten, intelligente Datenauswertung und permanente Sichtbarkeit von Märkten, Prozessen und Produkten sowie autonome Fertigungsabläufe auf Basis kommunizierender Maschinen und Produkte werden zum Herz einer neuen digitalen Ökonomie. Unternehmen werden individuelle Kundenwünsche in Rekordzeit und exzellenter Qualität erfüllen sowie extreme Marktvolatilitäten jederzeit beherrschen müssen – und das zu einem Bruchteil der heutigen Kosten.

In Deutschland, dem Land mit der größten Wertschöpfung aus industrieller Fertigung, sind die Erwartungen besonders hoch. Ein Blick in die vielfach publizierten Analysen sagt für die Zeitspanne der nächsten zehn Jahre voraus:

  • Produktivitätssteigerung je nach Branche um 10 bis 50%

  • Erhöhung des BIP um 1% (30 Milliarden Euro pro Jahr)

  • 30.000 bis 45.000 neue Arbeitsplätze

  • Investitionen von 200 bis 300 Milliarden Euro.

Die Hannover Messe 2015 mit dem Leitmotiv Industrie 4.0 zeigte, warum der Hype um das Thema „smart manufacturing“ so groß ist. Viele Versatzstücke dieses revolutionären Konzepts stehen bereits zur Verfügung und werden auch eingesetzt – nicht länger eine entfernte Utopie. Die Entwicklung der technologischen Basis, zum Beispiel intelligente, lernende Roboter, Internet der Dinge, Daten und Services, miniaturisierte leistungsstarke Computer, ist weit fortgeschritten. Der 3D-Druck, als Beispiel, wird vielfach für völlig neue Verfahren und Geschäftsmodelle im industriellen Maßstab eingesetzt, etwa für Produktentwicklung, Werkzeugherstellung, Ersatzteilbereitstellung oder Realisierung individueller Kundenanforderungen. Hier ist die Konsumgüterbranche besonders kreativ.

Die Bundesregierung hat dies rechtzeitig aufgegriffen. Seit 2010 unterstützt sie die Entwicklung von Standards und Anwendungsbeispielen durch die Industrie 4.0 Initiative. Auch die US-Regierung, die chinesische Führung und die Europäische Kommission haben hoch dotierte Programme aufgelegt. Das Rennen um die Führerschaft in der digitalen Ökonomie ist voll im Gange.

Dass solche Regierungsprogramme notwendig sind, um die digitale Infrastruktur und die für eine globale Vernetzung notwendigen Standards bereit zu stellen, ist unumstritten. Doch für die Geschäftsleitung eines Unternehmens ist dies nicht hinreichend. Diese Revolution kommt nicht von selbst ins eigene Haus. Um sich im künftigen Wettbewerb zu behaupten, gehört heute schon die Prüfung radikaler Neugestaltung der Geschäftsmodelle auf der Grundlage neuer Technologien auf die Agenda. Allerdings sind die Hürden für viele Führungskräfte noch allzu hoch. Fehlende Kenntnisse neuer Produkt-, Fertigungs- und Informationstechnologien, die Angst, Investitionen zu versenken – zumal dies teure Bestandsanlagen in Frage stellt – oder auch Mangel an Fantasie zur radikalen Umgestaltung der Geschäftstätigkeit lähmen viele Initiativen in diese Richtung.

Um diesem Dilemma zu entkommen, ist ein schrittweises Vorgehen unter strenger Beachtung von Wirtschaftlichkeit und Risiken der Königsweg. Dies beinhaltet:

  • Kreative Gestaltung und Auswertung radikal neuer Geschäftsmodelle: mymuesli, zum Beispiel, hat seinerzeit als erster Anbieter kundenspezifische Müslikreationen ins Portfolio genommen. Heute werden 566 Billiarden Müslimischungen angeboten, online bestellbar über einen firmeneigenen ‘Smart Shop’.

  • Berücksichtigung der Bestandsanlagen: Ein eindrucksvolles Beispiel liefert BMW mit dem Einsatz der von der Firma Universal Robots hergestellten Cobots (“collaborative robots”) im US-Werk Spartanburg. Die Arbeiter werden von ermüdenden und gleichförmigen Aufgaben, die hohe Präzision erfordern, entlastet.

  • Rasche Anpassung an neue Technologien und Markttrends: Der globale Lieferant von Werkzeugen, Schunk GmbH, ermöglicht seinen Kunden, ihre Flexibilität in der Produktion dramatisch zu erhöhen, indem er anhand von CAD-Zeichnungen und Parameterangaben innerhalb weniger Tage neue produktspezifische Werkzeuge liefern kann. Die Online-Bestellung dauert ca. 15 Minuten.

  • Modellierung vor Implementierung: Volkswagen setzt global für das Design von Fabriken und Prozessen Simulationssoftware ein, mit der in digitalen Abbildern realer Fabrikhallen Fertigungsanlagen optimal platziert und Fertigungsschritte sowie Werkzeugeinsätze detailliert nachvollzogen und angepasst werden können.

  • Früher “proof-of-concept”: Die Wittenstein-Gruppe baute für die Fertigung von Zahnrädern und -stangen eine “smart factory” in Fellbach. Nach diesem Pilotprojekt entsteht nunmehr für 30 Millionen Euro ein neues Mechatronik-Zentrum mit Fokus auf „smart manufacturing“.

PA hat viele Kunden bei der Neugestaltung von Produkten, Vermarktungsstrategien und Verkaufskanälen unterstützt und ihnen geholfen, die Fertigung an neue Produkte anzupassen und signifikante Kostensenkungen zu erreichen. Als Beispiel sei Better All Round genannt, dessen Produkt, ein Küchenpapiertuch, die Industrie in nur 12 Monaten von der Geschäftskonzeption bis zur Herstellung und Anlieferung ins Supermarktregal revolutionierte – Ora.

Mehr über unsere Arbeiten in diesem Bereich finden Sie hier.

Wenn Sie an einem Expertengespräch zum Thema Industrie 4.0 interessiert sind, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

PAnorama Digital Connectome ITG

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